Lebenslauf / Biographie

Ich wurde in Frankfurt/Main geboren und lebte dort über 20 Jahre in der Innenstadt.

Meinen ersten Auftritt auf einer großen Bühne hatte ich mit 5 Jahren im Theater am Turm, als Ballett-Tänzerin - und fand es toll!

Den ersten Kontakt mit französischen Chansons hatte ich schon mit 6 Jahren, als ich Edith Piafs "Non, je ne regrette rien" so inspirierend fand, dass ich es damals schon mitgesungen habe, wenn es im Radio lief - ein etwas ungewöhnlicher Musikgeschmack für eine 6jährige!

Eine Reise nach Paris begeisterte mich als Erwachsene und ich arbeitete dort sogar für einige Monate als Übersetzerin,  lebte in einem Hotel, das nur 100 Meter Luftlinie von Edith Piafs Grab entfernt lag.

Was meine Gesangskarriere angeht, muss ich leider sagen: Ich hatte die völlig falsche Reihenfolge, aber besser spät als nie....
Bis zum Alter von 28 habe ich eigentlich nur in der Frohschar beim Pfarrer oder zu Hause gesungen, allerdings oft und gerne.
Dann ist es passiert: ich wollte in Kuwait bei den Kuwait Players mitwirken, einer Schauspielgruppe, die damals das Stück "Juke Box" einstudierte, bei dem Gesang erforderlich war. Bereits bei der zweiten Probe bekam ich dort gesagt ich sei viel zu schade dafür und solle in einer Band singen. Diese lernte ich noch am gleichen Tag - dienstags - kennen, es war die Hausband des Kuwait Hilton Hotels. Mittwochs bekam ich eine Cassette zum üben, freitags haben wir eine Stunde geprobt, und samstags war bereits mein erster Auftritt im Hilton-Hotel! Eine absolute Blitzkarriere!
Das hat über mehrere Monate viel Spaß gemacht und die Band war wirklich gut. Allerdings passte es leider nicht zum Image der seriösen Sekretärin des Geschäftsführers eines großen deutschen Autohauses, denn Araber denken "Frauen, die singen, machen noch ganz andere schlimme Dinge". So habe ich dadurch leider meinen Job verloren.
Das war mir vorher ehrlich gesagt nicht klar gewesen, denn das Hilton Hotel ist ja sehr seriös und singen fand ich nie "unsittlich".


In Deutschland zurück wollte man mich bei CBS Schallplatten fördern, aber das habe ich aus familiären Gründen nicht getan, ich habe geheiratet und eine Familie gegründet, eine Tochter und ein Sohn wurden geboren.
Dadurch bedingt habe ich anschließend viele Jahre nicht mehr solistisch, sondern in einem guten Chor gesungen, mit Auftritten in der Alten Oper Frankfurt, in der Jahrhunderthalle, im Kurhaus Wiesbaden etc., teilweise mit Band oder sogar Orchester. Allerdings habe ich dort das solistische Singen verlernt, denn in einem Chor muss man sich dem Chorklang anpassen.


Dann sollte ich für eine Freundin auf ihrer Hochzeit singen, "La vie en rose" war ihr Wunschtitel. Da habe ich wieder gemerkt wieviel Freude mir das macht, habe anschließend einen Pianisten gefunden und mich wieder an erste Auftritte herangetraut, dann eine gute Gesangslehrerin gefunden, Zugang zu einer Schauspielgruppe bekommen. Dort spielte ich die Königin Klytemnestra, und da es der Regisseurin so gut gefiel, baute sie extra für mich das Chanson "Non, je ne regrette rien" in die Aufführung ein. Ich habe es im Staatstheater Darmstadt gesungen, nachdem ich meinen Mann Agamemnon auf der Bühne erschlagen hatte...........

Danach habe ich Kontakt zum Showtreff in Rüsselsheim, einem Künstlertreff,  bekommen und mich dort an verschiedenen Musikrichtungen versucht. Ich musste ja zuerst einmal  herauszufinden, welche Lieder ich gut singen kann - das Verrückte daran war, dass es eigentlich genau die Lieder waren, die ich schon immer gerne gesungen habe!
So kam ich auch immer wieder auf französische Chansons zurück - die Leute lieben sie und ich singe sie so akzentfrei, dass Franzosen immer denken, ich sei Französin. Ich werde nach den Auftritten daher oft auf französisch angesprochen. 


Ich habe zwischenzeitlich 6 Auszeichnungen erhalten und viele unterschiedliche und spannende Auftritte gehabt - mal sehen, wie die musikalische Reise weitergeht........
 

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